Geschlechterspezifischer Arbeitsschutz

Die Auswirkungen des Klimawandels auf Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz sind bereits deutlich spürbar: Allein im Jahr 2023 gingen in Deutschland schätzungsweise 37 Millionen Arbeitsstunden aufgrund von Hitzebelastungen verloren. Die gesundheitlichen Folgen klimabedingter Belastungen betreffen jedoch nicht alle Beschäftigten gleichermaßen. Aktuelle Erkenntnisse der geschlechtersensiblen Forschung weisen darauf hin, dass Frauen von diesen spezifischen Risiken in anderer Weise betroffen sein können als Männer. Unterschiede ergeben sich sowohl aus physiologischen Faktoren als auch aus geschlechtsspezifischen Arbeits- und Beschäftigungsstrukturen. Damit rückt neben allgemeinen geschlechtsspezifischen Gesundheitsunterschieden insbesondere die Frage in den Fokus, wie sich klimabedingte Veränderungen der Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit verschiedener Beschäftigtengruppen auswirken. Geschlechtsspezifische Aspekte werden im Arbeits- und Gesundheitsschutz bislang nur unzureichend berücksichtigt.

Ziel ist es daher, klimawandelbedingte Arbeitsrisiken geschlechtersensibel zu analysieren und Ansatzpunkte für eine differenzierte Weiterentwicklung von Arbeitsschutzmaßnahmen aufzuzeigen.